Die Praxis

Es sind nunmehr einige Tage vergangen,  seit ich in der Hauptstadt der Ukraine eingetroffen bin.

Das ich jeden Tag aufs Neue von meiner Gastfamilie verwöhnt werde, habe ich bereits geschrieben.

So begab ich mich Ende letzter Woche in einen großen Einkaufsmarkt und erwarb ein Familienglas, mit streichfähiger Schokolade, eines international bekannten Herstellers, für das Frühstück.

Das Glas blieb jedoch nicht bis dahin verschlossen.

Sogleich gab es dünne Blinchkis (Eierkuchen), welche mit einem (mehr oder weniger) zarten Schokoladenaufstrich vernascht wurden.

Meine Gastfamilie besteht derzeit aus fünf Personen. Eine der beiden Töchter ist von ihrem Ehemann (der hier ebenfalls wohnt) schwanger.

Abgesehen von meinen wenigen Blinchkis, haben die beiden Töchter es tatsächlich geschafft, das Familienglas innerhalb von nur drei Tagen zu vernaschen. Sie freuten sich offensichtlich sehr darüber.

Daher tut mir Bewegung ganz gut, bei meinem Körperumfang.

Im beginnenden Nebel und seichter Dämmerung verschwinden allmählich die Häuser in der Dunkelheit ...

In seichter Dämmerung verschwinden allmählich die Häuser in der Dunkelheit …

Nach dem Unterricht schaute ich mir gestern die Metrostationen 321 und 322 an.

Außerhalb dieser gab es nichts erwähnenswertes.

Metrostation 322

Metrostation 322

Ich gönnte mir erneut ein koffeinhaltiges Heißgetränk und ließ die Stadt auf mich wirken.

Die abendlichen Gespräche mit der Familie werden zunehmend länger, bestehen allmählich aus vernünftigen (kurzen) Sätzen und nicht nur aus Phrasen. Natürlich verstehe ich nur ein Bruchteil des gesagten.

In der zweiten Woche meines Sprachaufenthaltes ist das auch normal.

Die von mir gebuchte Unterrichtsvariante bietet mir zudem alles, was ich möchte. So lege ich den Schwerpunkt, neben der Grammatik, auf die Wiederholung.

Ich habe entschieden, den dritten Teil meines heutigen Unterrichts an die frische, wenngleich auch kühle Luft zu verlegen. So gab es die ersten Sprachversuche, des Erlernten, in der Öffentlichkeit.

Das Resultat ist für mich nicht zufriedenstellend.

Attention please ...

Attention please …

Als meine Sprachlehrerin Nina und ich uns in ein Café begeben wollten, um etwas warmes zu trinken, standen wir am Nachmittag vor verschlossenen Türen. Das ist eher ungewöhnlich, auch in Kiew. Nina sprach mit einem dort stehendem Mann. Anschließend erklärte sie mir, dass die Miliz dort gewesen sei. Anlaß sei ein Bombenfund gewesen. Ob der Name des Restaurants, das zu einer Kette gehört, auch Programm ist, ist mir nicht bekannt.

Wir begaben uns zu einem anderen Café und ich wurde weiter in der Praxis unterrichtet.

Peinlicherweise für das Restaurant fand ich, der nichtswissende Ausländer, einen Rechtschreibfehler auf deren Menükarte. Nina bestätigte mir dies.

Dieser erste Unterricht, im „Außeneinsatz“, ging schnell vorbei.

... moderne Hochhäuser. Ein Quadratmeter kostet 800  US-$, zuzüglich geringe monatliche Betriebskosten. Ein freundlicher Concierge ist natürlich inbegriffen.

… moderne Hochhäuser. Ein Quadratmeter kostet 800 US-$, zuzüglich geringe monatliche Betriebskosten. Ein freundlicher Concierge ist natürlich inbegriffen.

Nach der Verabschiedung spazierte ich zurück zur Wohnung und fotografierte eine der zahlreich vorhandenen, rollenden Kaffeemaschinen sowie die allmählich im Tuman (Nebel) und in der Dunkelheit verschwindenden Häuser …

Kaffee to Go? Preise in Griwen (Kurs heute: ca. 1 : 19)

Kaffee to Go? Preise in Griwen (Kurs heute: ca. 1 : 19)

In diesem Sinne, kommt gut H E I M !

 

Poka-Poka!

 

… der Reisende 😉