Die Erholung

Sieben Wochen Erlebnis- & Sprachreiseaufenthalt in Kiew sind vorüber und ich wählte, wie so oft in meinem Leben, den schwierigen, in diesem Fall, unkomfortablen Weg. Anstatt innerhalb kürzester Zeit und für einen schmalen Taler zum neuen Ziel zu reisen, wählte ich die Route, auf welcher ich insgesamt mehr als das zehnfache an Zeit benötigte, allein für den Transport. Die Fahrten mit den Taxen und der Hotelaufenthalt sind hierbei nicht eingeschlossen. Doch statt des billigen Flugs, wählte ich den schönen Zug, mit dem „grünen Fußabdruck“. . 🙂 Bevor ich unfreiwillig den Taxifahrer zu seinem erhöhten Trinkgeld verhalf, zog ich an einem Geldautomaten etwas Bargeld. An der von mir genutzten Bank standen die Öffnungszeiten von 9-19 Uhr. Vor der Bank warteten ungefähr 12 Menschen auf ihren Einlaß, war es doch bereits kurz vor halb zehn, am Tag. Genüßlich die Situation beobachtend, bemerkte ich, wie ein sehr alter Geldtransporter vor die Bank fuhr und ein Mann der Sicherheitsfirma, mit einer Geldkassette, diese Filiale betreten wollte. Als er merkte, die Eingangstür war verschlossen, klopfte er und man öffnete ihm. Nachdem er herauskam und davonfuhr, durften die wartenden Kunden in die Bank. 

Als ich im Hotel angekommen und im gebrochenem russisch mein (am Freitagmorgen, gegen 2 Uhr gebuchtes Zimmer) beziehen wollte, erklärte man mir, dass der normale Check-In erst ab 14 Uhr wäre. Mangels Sprachkenntnisse buchte ich das Hotel über ein deutsches Portal 😉 und wählte dort vorsorglich den Früh-Check-In-Service. Letztlich kam ich zu dem Schlüssel und konnte endlich meine Stube beziehen. Bevor ich das Zimmer benutzte und beschmutzte, fotografierte ich für Euch meinen Schlafplatz. Kurz darauf legte ich mich in jenem hinein.

Meine Stube beim Einzug.

Meine Stube beim Einzug.

Einer der Ausblicke von meinem Hotelzimmer, am Morgen (Check-In)

Einer der Ausblicke von meinem Hotelzimmer, am Morgen (Check-In) …

... am Mittag ...

… am Mittag …

... und am Abend. Fotos wie immer unbearbeitet.

… und am Abend. Fotos wie immer unbearbeitet.

Als ich Mittags die Äuglein öffnete, sah ich tatsächlich die Sonne am Himmel scheinen, weshalb ich mich frisch machte und sogleich zum Eingang des Hotels lief. Freundlich wurde ich daran erinnert, den Hotelschlüssel abzugeben. Meinen Pass hatten sie bereits vom Check-In und außer dem „Planschet“ (Tablet) lag nichts wertvolles im Zimmer, weshalb ich der Bitte bereitwillig nachkam.

Ein wenig müde, vom freiwilligen Schlafentzug, lief ich meine Straße entlang und sah einen Minisupermarkt mit angeschlossenem Cafe. Im Inneren standen bequeme, beigefarbene Ledersofas, die zum verweilen einluden und auch der angebotene Kuchen sah frisch aus. Ich bestellte ein Stück und ein Heißgetränk. Ich musste mich erst einmal an die Preise gewöhnen. Nachdem mir das Getränk gereicht wurde, bat ich um „Karitza“ (Zimt), um den Milchschaum optisch zu verzieren und den Geschmack von Weihnachten, am 20. Dezember 2014, auf meiner Zunge zu spüren. Den Zimt bekam ich, musste dafür jedoch weitere Scheine auf den Tresen legen.

Den Bezahlvorgang abgeschlossen, sah ich, dass die gemütlichen Sitzgelegenheiten besetzt und nur noch einige Stühle frei waren. In der Ecke saß eine ältere Dame, die mit dem Essen fertig zu sein schien (das Geschirr könnte ja auch vom Vorgänger sein). „Moschna“ (darf ich) fragte ich und „da“ (ja), ich durfte mich zu ihr gesellen, antwortete sie. Kurz darauf erhob sie sich und ging.

Der bestellte Kuchen sah besser aus, als er schmeckte. Das Heißgetränk schmeckte nicht nach dem, was es sein sollte. Da bin ich wohl in Kiew zu sehr verwöhnt worden.

Egal, ich genoss den Augenblick und beobachtete die auf dem breiten Gehweg, an meiner Schaufensterscheibe vorbeilaufenden Passanten. Vermutlich im schlechtesten russisch mein Essen bestellt, wurde ich des Öfteren von den Servicekräften beobachtet. Zweimal wurde je ein sauberer Tisch abgewischt, nur um an mir (dem älterem, korpulenten Herrn, mit dem nicht russischen Gesicht) vorbeizulaufen.

Das Schaulaufen beendete ich, stellte mein Geschirr mit einem Zwinkern auf den Tresen und verließ für immer dieses Cafe. Ohne einen Stadtplan und wie immer nichtwissend, wohin mich der Weg führen wird, lief ich den Gehweg entlang, entgegengesetzt zu meinem Hotel.

„Nachmittag“ stand auf der Uhr, am Wegesrand, zumindestens in Ziffern und der Abend, mit der frühen, winterlichen Dunkelheit, war allmählich im Anmarsch. Die Häuser waren schön anzusehen, einige hätten eine neue Fassade verdient. Doch wohin hatte es mich verschlagen?

Ich machte in der Hauptstadt von Belarus (Weißrussland), in Minsk, einen Zwischenstopp. Anhand der Architektur einzelner Gebäude, der Brunnen und anderen Dingen, kann man eine „Mitgliedschaft“ in der ehemaligen Sowjetunion nicht leugnen. Der Kapitalismus hat hier ebenso Einzug gehalten und die Menschen shoppen in vielen der uns bekannten Ketten. Auffällig im Vergleich zu uns sind die zahlreichen Kirchen, die hier errichtet wurden. Kleine Lebensmittelgeschäfte verkaufen ihre Produkte in großen Räumlichkeiten, mit hohen Decken, als ob die Energie und Miete nichts kosten würde. Die Produktpräsentation erinnerte mich zum Teil an die ehemalige DDR oder einzelnen Ramschläden von heute, die ihre günstigen Produkte in den Schaufensterscheiben struktur- & schmucklos darboten. Auf mich wirkte vieles überladen, ich bin jedoch kein Verkäufer und Werbefachmann. Offensichtlich habe ich das System der Verkäuferinnen („Pradawjezi“) der jeweiligen Abteilungen nicht verstanden. In Russland, der Ukraine und in Belarus werden Verkaufstätigkeiten überwiegend von Frauen ausgeführt, wie es auf Nachfrage hieß. Ähnlich sei es auch bei den Servicekräften in Cafes oder Restaurants. Die „Ware“ Mensch sei sehr günstig, gemessen am Lohn und den Nebenkosten. Ich schlenderte weiter, bis mich der Hunger ereilte. Ein Restaurant versprach von außen eine leckere Mahlzeit, weshalb ich dort einmal hineinblickte. Sowohl Beleg- als auch Kundschaft waren sehr jung, bis auf wenige „Einzelfälle“, wozu ich ja selbst auch zähle. Ein Blick in die Karte und schon bestellte ich mein Essen für diesen Abend, mit einem Getränk. Scheinbar üblich, darf man in den Cafes und Restaurants in Minsk rauchen, ist es doch in Deutschland seit 2006 und in der Ukraine seit 2012 verboten. Optimal, um eine Zigarette anzuzünden und zu konsumieren. Lebensreduzierung um weitere 10 Minuten inklusive. An den Nachbartischen wurde sich unterhalten, gelacht oder gegessen. Eine junge Dame wühlte in ihrer Handtasche und fand in dem „Nirvana einer Frau“ ein Netzkabel (trägt ja auch jede/r mit sich herum). Die herbeigerufene Bedienung wurde gebeten, jenes Smartphone der Frau aufzuladen. Lächelnd kam sie der Bitte nach. Im Laufe meines Aufenthalts sah ich zwei weitere Gäste, die denselben Wunsch vortrugen. Ebenfalls mit einem Lächeln, wurden die Wünsche der Kunden von der Servicekraft ausgeführt. Während meines Essens genoss ich die Atmosphäre und blickte auf die an den Wänden angebrachten Flachbildschirmen. Vermutlich war ein Musiksender eingestellt. Im Restaurant lief im Hintergrund andere Musik. Nach dem Essen bat ich um die Rechnung. Mehr als 100.000,00 … durfte ich auf den Tisch legen. Ich kam gerade aus der Ukraine, dort pendelte der Wechselkurs 1 : 17 bis fast 1 : 20. In Belarus war er leicht anders. Für einen Euro erhielt ich 13.640 belarussische Rubel. Aktuell liegt der Kurs um die 13.300 belarussische Rubel. Mit dem am selben Morgen am Bahnhof abgehobenen Bargeld bezahlte ich die Rechnung und spazierte zum Hotel zurück …

Am nächsten Tag schlief ich aus, hatte ich doch wieder eine lange Nacht vor mir.

Aus diesem Grund buchte ich kein Frühstück sondern begab mich direkt nach der Morgenzeremonie auf die Straßen Minsk‘.

Dabei entstanden diese Aufnahmen. Einen Stadtplan von Minsk legte ich mir für meinen knapp 40 – stündigen Aufenthalt nicht zu. Eine konkrete Zuordnung der Namen zu den abgebildeten Örtlichkeiten erfolgt deshalb von mir nicht.

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Warten auf das nächste "Marschrutnoe Taksu" - kurz: Marschrutka

Warten auf das nächste „Marschrutnoe Taksu“ – kurz: Marschrutka, am Hauptbahnhof, in Minsk

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"Dynamo" - Stadion in Minsk, mit einem Flutlichtstrahler, Haupteingang

Stadion in Minsk, ausgestattet mit nur einem Flutlichtstrahler, Haupteingang

Gibt es bei uns nicht auch dieses alte, sozialistische "D" ... ?

Gibt es bei uns nicht auch dieses „alte, sozialistische ‚D‘ “ … ?

Verschiedene Ampelvarianten ...

Verschiedene Ampelvarianten, mit Zeitangabe für die Fahrzeuge …

... für die Fußgänger, hier als LED-Version ...

… für die Fußgänger, hier als LED-Version …

... Achtung Fußgänger ...

… Achtung Fußgänger …

... usw.

… usw.

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... entlang, auf dem "Walk of Fame" ...

… entlang, auf dem „Walk of Fame“ …

... vorbei an einer der zahlreichen, teils optisch sehr interessanten Kirchen ...

… vorbei an einer der zahlreichen, teils optisch sehr interessanten Kirchen …

... zum nächsten, sehenswerten Objekt, meiner grenzenloser Neugier. Nicht nur den Menschen fiel meine Anwesenheit auf. Selbst die Tauben zwitscherten es vom Dach. Hier ausnahmsweise auf einer Laterne sitzend ...

… zum nächsten, sehenswerten Objekt, meiner grenzenlosen Neugier. Nicht nur den Menschen fiel meine Anwesenheit auf. Selbst die Tauben twitterten es mittlerweile vom Dach. Hier ausnahmsweise von einer Laterne …

So standen die Fahrzeuge für meinen weiteren Weg - ohne Ziel - bereit ... : hier eine Straßenbahn ...

So standen die Fahrzeuge für meinen weiteren Weg – ohne Ziel – bereit … : hier eine Straßenbahn …

... und dort ein Pkw. Ich lehnte dankend ab und lief weiter ... Das laufenlassen von Motoren ist hier, wie auch in der Ukraine oder Russland "normal".

… und dort ein Pkw. Ich lehnte dankend ab und lief weiter … Das laufenlassen von Motoren ist hier, wie auch in der Ukraine oder Russland „normal“, trotz hoher Spritpreise – gemessen am Einkommen der Einheimischen.

Interessanter Mülleimer (Minsk)

Interessanter Mülleimer (Minsk)

Kulturtempel in Minsk

Kulturtempel in Minsk

Theater in Minsk

Theater, Oper und Ballett in Minsk

... und so lief ich weiter, auf den Straßen von Minsk durchquerte Parks und überquerte Brücken ... rastlos, pausenlos, atemlos ...

… und so lief ich weiter und weiter, auf den Straßen der belarussischen Hauptstadt, durchquerte Parks und überquerte Brücken … rast- & atemlos …

... vorbei am "Palast der Republik" ...

… vorbei am „Palast der Republik“ …

... an den Kumpanen ...

… an den Kumpanen …

... die mich eigentlich auf den rechten Weg führen sollten ...

… die mich eigentlich auf den rechten Weg führen sollten …

... doch behielten sie damit recht? Dieser Weg, wird kein leichter sein, führte er mich doch schnurstracks ...

… doch behielten sie damit recht? Dieser Weg, wird kein leichter sein, führte er mich doch schnurstracks …

Scgö

… vor eine Kirche. Die Hochzeitskutsche stand auch schon bereit, doch auch hier war sie nicht, die „Mrs. Right“. Familie, Ihr könnt aufatmen. Natascha, Olga und Ludmilla haben sich versteckt, zumindest vor mir. 😉 Wie Ihr wisst, ist DAS jedoch nicht das Ziel meiner Reise …

Lange Spaziergänge machen auch hungrig. Die Suche nach einem Cafe, mit frischem Kuchen und keinem Restaurant, erwies sich erneut als schwierig. Eine Lokalität ließ von außen zumindest den Anschein erwecken, als könnte es dort etwas leckeres geben – zu Essen.

Das Ambiente der Örtlichkeit, die im Namen das Wort „Golden“ trug, war eher … naja. Die „goldene Zeit“ schien es hinter sich gelassen zu haben. Mit ‚rustikalem Eindruck‘ finde ich wohl noch die freundlichsten Worte für die Lokalität. Im Cafe selbst durfte geraucht werden, wovon reichlich Gebrauch gemacht wurde. Einige junge Herren saßen in dünnen, schwarzen Lederjacken am Tisch, registrierten mein Eintreten und rauchten genüsslich ihre Zigaretten. Nachdem mich die erste Kellnerin nicht mit meinen wenigen russischen Worten verstand, kam eine weitere hinzu und fragte mich auf englisch nach meinen Wünschen. Mit den Augen des halben Cafes auf mich gerichtet, antwortete ich auf russisch und bestellte auch in jener Sprache. Wie im ukrainischen gibt es auch im belarussischen Unterschiede in der Sprache (Grammatik, vor allem aber in der Betonung, abgesehen von einzelnen anderen Worten).

Mein bestelltes Essen war bescheidenerweise nur ein hauchdünner Crepe, gefüllt mit warmen, steinlosen Kirschen, einer Kugel Eis sowie einer kleinen Spitze frisch zubereiteter Schlagsahne, verziert mit einem Blättchen Pfefferminze. Die Speise ließ ich mir munden, zusammen mit einem Heißgetränk, welches ebenfalls schmeckte. Die Zeit spielte gegen mich, es wird ja derzeit sehr früh dunkel und so beließ ich es bei einem Crepe. Ich zog weiter in Richtung Innenstadt und schaute mich dort ein wenig um …

Abends kehrte ich in ein Restaurant ein. Es war gut besucht, als würde das Essen nichts kosten. Der Empfang an der Tür und das geleiten zum (gewünschten) freien Tisch, war auch hier wieder gegeben. An den Nachbartischen saßen Paare, die kuschelten, zwei Damen um die 50 Jahre jung, die sich Bilder auf einem Smartphone anschauten und nebenbei aßen sowie junge Menschen, die zu zweit, andere in kleinen Gruppen, beisammen saßen und sich unterhielten. Die vom Vortrag beschriebenen Bitten an die Bedienung, dass Telefon aufzuladen, schienen auch hier selbstverständlich zu sein. Meine bestellte Speise traf mit dem Kaltgetränk relativ schnell ein, im Vergleich zum heute besuchten Cafe. Im Restaurant herrschte eine ausgelassene Stimmung. Während andere an ihrer Zigarette zogen, ihre Bestellung aufgaben oder sich unterhielten, aß ich mein Gericht. Allmählich nahm der Andrang im Restaurant zu, so dass einige umdrehen und das Restaurant verlassen mussten. Niemand traute sich, mich anzusprechen, saß ich doch mit meinem Bäuchlein entspannt an einem Vierertisch, weil die Übersicht dort am besten war. Die Rechnung verlangt, bezahlte ich diese sogleich und räumte meinen Platz, für die anderen, hungrigen Mäuler. 

Ich schlenderte entspannt und mit vollem Magen zurück zum Hotel und ließ das Treiben auf den Straßen dieser Stadt auf mich wirken.

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Im Hotel angelangt, bestellte ich mir ein Taxi, ließ mir an der Rezeption meinen Zimmerschlüssel und den aktuellen WLAN (hier: Wifi)-Code geben und verschwand damit auf meinem Kämmerlein, im 10. Stock.

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Am Abend machte ich mich frisch und packte die Koffer.

Nachts, gegen halb zwölf, begab ich mich mit meinen Siebensachen zur Hotelrezeption, in der Hoffnung, alles würde glatt verlaufen. Dem war nicht so.

Die verlangte Hotelrechnung konnte nicht ausgehändigt werden, da das dafür erforderliche System nicht arbeiten würde (erhielt ich am nächsten Tag per eMail). Als ich die Rechnung bezahlen wollte, erklärte man mir, dass die (Kredit-)Kartenzahlung nur bis 22.30 Uhr funktioniere. Ehrlich, kein „Schutka“ (Witz). Gut dachte ich mir und bot meine Notfallreserven an, in Devisen (Dollar und Euro), die den Gesamtbetrag abdeckten. Dies wurde von der Rezeptionistin ebenso abgelehnt. Begründung: der im Hotel befindliche Schalter für die Geldwechselangelegenheiten werde von einer fremden Bank betrieben und nicht vom Hotel selbst. Der Schalter schloss um 20 Uhr. Die freundliche Rezeptionistin bot mir mit einem Lächeln an, das fehlende Geld von einem nahestehenden Geldautomaten zu abzuheben. Von Moskau und Kiew her gewohnt, haben viele Banken sehr niedrige Obergrenzen, für Beträge, die sie maximal auszahlen. Wir haben ja noch die Finanzkrise, keine Bank traut der anderen und einige der hiesigen  Banken gingen pleite. So begab ich mich mit den bereits eingetroffenen Taxifahrer zum Geldautomaten. Der Automat der inländischen Bank bot mir sogar eine deutsche Menüführung an. Für einen Moment fing ich an zu schwitzen. Was, wenn der Automat nicht genügend Geld auswirft? Verpasse ich dann meinen Zug? Überschreite ich somit auch die maximale Aufenthaltsdauer meines Transitvisums? Geh‘ ich nicht über LOS sondern direkt in den Knast?

Der Geldautomat war mir gnädig und so konnte ich mit einem Zwinkern die Rechnung, wie gewünscht, Bar und in der Landeswährung bezahlen.

Der Taxifahrer fuhr mich mit einer schwarzen Limousine, mit Navigationsinstrument auf der Motorhaube, zum Bahnhof. Als Taxi war das Fahrzeug für mich nicht erkennbar. Meine Vorausplanung ließ mir nun am Bahnhof etwas Zeit, zu verschnaufen und durchzuatmen.

Minsk: Hauptbahnhof

Minsk: Hauptbahnhof

Mein Zug aus Moskau fuhr kurz nach Mitternacht im Bahnhof ein, es war Montagmorgen, der 22. Dezember 2014.

Ohne Absperrung durfte ich zu meinem Waggon. Dort erfolgte die bereits einmal beschriebene Prozedur und ich durfte einsteigen. Ich lief durch den Gang zu meinem Abteil. Das war ein wenig anders, als jene, welche Ihr von meiner Zugfahrt Kiew – Minsk kennt.

Zug von Moskau über Minsk nach ...

Zug von Moskau über Minsk nach …

... die erste Hürde ist geschafft. Ich bin jetzt "drin'". Hier der Gang in meinem Waggon. Folgt mir in mein Abteil ...

… die erste Hürde ist geschafft. Ich befinde mich im Zug. Hier der Gang in meinem Waggon. Folgt mir, in mein Abteil …

Wie mein Abteil aussah, wohin mich die weitere Route führt und wie mein neuer Schlafplatz aussieht, das schreibe ich Euch beim nächsten Mal.

Seid Ihr interessiert? Steigt ein und begleitet mich ein Stück auf meiner kleinen Reise. Die Fahrkarten für Euch habe ich bereits gelöst und Platz ist hier reichlich vorhanden … B-)

 

Bis dahin & liebe Grüße nach „Germanija“ (Deutschland).

 

Do swidanija !

 

… der Reisende 😉

 

der Reisende präsentiert: XUT Nomer 20 😉

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